27.04.2016

von Revista Verlag GmbH B° RB

Startup-Visum

Jungunternehmer aus den G20-Staaten fordern ein "Startup-Visum". Neuen Ansatz zur Lösung wirtschaftlicher und sozialer Probleme gefordert

G20 Young Entrepreneurs Alliance

Die weltweite Vertreterorganisation für Jungunternehmer hat die G20-Staaten aufgefordert, ein Startup-Visum zu entwickeln, um bessere Mobilität, mehr Wachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen zu ermöglichen.

"Die Möglichkeiten für junge Unternehmer, Unternehmen zu gründen, Arbeitsplätze zu schaffen und so positive Entwicklungen in Gesellschaften anzustoßen, sind so gut wie nie." sagte Carsten Lexa, Präsident der G20 Young Entrepreneurs' Allianz (G20 YEA) Deutschland, bei dem jährlichen Treffen der G20 YEA Präsidenten und Sherpas der teilnehmenden Jungunternehmerverbände in Buenos Aires. "Aber wir stellen einen besorgniserregenden Trend in Teilen der Welt fest, dass nämlich Regierungen ihre Grenzen schließen. Das schränkt die Fähigkeit junger Unternehmer ein zu tun, was sie am besten können: Geschäftschancen und Partnerschaften identifizieren und verfolgen, von denen am Ende alle – Gesellschaft, Staat, Arbeitnehmer - profitieren."

Die meisten Volkswirtschaften der Welt sehen verlangsamte Wachstumsraten und einen Anstieg der Arbeitslosigkeit. Junge Menschen sind dabei besonders betroffen. Schätzungsweise 70 Millionen junge Menschen auf der ganzen Welt sind zurzeit ohne Arbeit und die Jugendarbeitslosigkeit in einigen der G20-Staaten liegt bei mehr als 60%. Die G20 YEA wurde gegründet, damit Jungunternehmern weltweit eine Stimme haben, um Ideen für die Schaffung von Arbeitsplätzen und Wachstumsimpulse an die Regierungen der G20-Staaten heranzutragen.

Ein Startup-Visum würde Unternehmern die Möglichkeit geben, ein Land aufzusuchen mit der Absicht, dort ein Unternehmen zu gründen, und sie würden das Recht haben, in diesem Land zu wohnen und die geschäftlichen Angelegenheiten für einen definierten Zeitraum zu verfolgen. Während einige Länder in den letzten Jahren mit dieser Idee schon experimentiert haben, könnte ein einfacher und in den G20-Staaten einheitlicher Prozess zur Erlangung eines solchen Visums erheblich zu Innovation und Wachstum beitragen. Studien haben gezeigt, dass Unternehmer für mehr als 80% der neu geschaffenen Arbeitsplätze in den Volkswirtschaften der Welt verantwortlich sind.

„Die junge Wirtschaft in Deutschland ist überzeugt, dass ein Startup-Visum mehr Innovation, mehr Wachstum und in der Folge mehr Arbeitsplätze bedeutet.“ so Horst Wenske, Bundesvorsitzender der Wirtschaftsjunioren Deutschland (WJD). „Notwendig ist jedoch ein einheitlicher Prozess zur Erlangung eines solchen Visums in möglichst vielen Ländern. Wenn die G20-Staaten als wirtschaftlich stärkste Ländern der Welt mit dieser Idee vorangehen, ist das ein starkes Signal, welches dann hoffentlich zahlreich aufgegriffen wird.“

Die G20 Young Entrepreneurs' Alliance (G20 YEA) ist das globale Netzwerk junger Unternehmer und der Jungunternehmerorganisationen aus den G20-Staaten, die sie unterstützen. Sie wurde geschaffen, um jedes Jahr im Vorfeld des G20-Gipfels eine Plattform für Jungunternehmertum zu bieten mit dem Ziel, die Bedeutung von Jungunternehmern für die G20-Staaten aufzuzeigen und Ideen und Best Practice-Beispiele auszutauschen. Die Allianz wurde auf dem G20 Young Entrepreneurs´ Summit in Toronto, Kanada im Jahr 2010 offiziell gegründet und steht seitdem regelmäßig mit Staats- und Regierungschefs sowie Ministern der G20-Staaten in Kontakt.

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