24.01.2012

von B°-MS / Michael Horling

Ticket in die Zukunft

Preise in der Schweinfurter Rathausdiele für fünf FH-Absolventen und den besten ausländischen Studenten

von links: Schweinfurts Oberbürgermeister Sebastian Remelé, Innenstaatssekretär Gerhard Eck, Mohammed Bin Yusof (bester ausländischer Student aus Malaysia), Tobias Wigand (Hessenbach, Maschinenbau, Diplomarbeit: "Konzeptstudie zur Integration von Hybridmodulen an Nutzfahrzeuggetrieben"), Karoline Stecker (Würzburg, Elektrotechnik, "Entwicklung einer 16 Kanal-Brustspule für die diagnostische Anwendung in der klinischen Kernspintomographie"), Nicolai Höhlein (Burgbernheim, Ingenieurinformatik, "Aufbau und Analyse eines Mehrkörper-Simulationsmodells einer Windenergieanlage"), Stefan Wagner (Bamberg, Kommunikations-Design, "difflect"), Christine Turtschany (Eußenheim, Maschinenbau, "Konzeption zur Analyse und Bearbeitung von ungeplanten Maschinenstillständen"), Angelique Renkhoff-Mücke (Vorsitzende des Stiftungsrates der Hans Wilhelm Renkhoff-Stiftung) und Prof. Dr. Dr. h.c. Heribert Weber (Präsident der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt)

Fünf Absolventen der Hochschule in Schweinfurt wurden für ihre hervorragenden Diplomarbeiten sowie für eine eine Bachelorarbeit ausgezeichnet durch die Hans-Wilhelm-Renkhoff-Stiftung sowie die Gesellschaft der Förderer und Freunde der FHWS e.V.. Als Preis gab´s dafür jeweils 1500 Euro. In der Rathausdiele in Schweinfurt bekam zudem der aus Malaysia stammende Mohammed Bin Yusof 1000 Euro als bester ausländischer Student.

Als Festredner hatte Innenstaatssekretär Gerhard Eck fast ein Heimspiel und lobte die Fachhochschule als "ganz wichtigen Impulsgeber, Partner und anerkannte Talentschmiede für den Führungsnachwuchs unserer Unternehmen. Die Weichen für morgen stellen" würden die Absolventen. "Eine Investition in Wissen bringt noch immer die besten Zinsen", zitierte Eck den amerikanischen Ökonomen Benjamin Franklin. Gute Ausbildung sei das Kernelement der Zukunftssicherung für jeden persönlich. Das "Ticket in die Zukunft" sei Bildung, weshalb Bayern dafür zusätzlich zwei Milliarden Euro investiere. 38.000 neue Studienplätze finanziere das bayernweit. Für die Hochschule Würzburg-Schweinfurt heißt das: 1450 neue Plätze entstehen, dazu 70 neue Stellen. 2500 momentane Erstsemester bedeuten jetzt schon einen neuen Rekord.

Fast 900 Millionen Euro fließen aus der Initiative "Aufbruch Bayern" in Bauvorhaben an bayerischen Hochschulen und Universitäten. "Das ist ein enormer finanzieller Kraftakt", weiß Eck. Doch die Anstrengungen würden sich auszahlen: Gerade in Unterfranken stünde Hans-Wilhelm Renkhoff als Stifter der Auszeichnungen und Mitbegründer des Unternehmens WAREMA beispielhaft für die Stärke der heimischen Wirtschaft. "Bayerns Stärke sind seine Menschen. Unser Rohstoff sind ihr Ideenreichtum, ihre Leistungsbereitschaft und ihre Innovationskraft", lobte Eck und sieht die verliehenen Preise als einen "Weg, junge Menschen dafür zu motivieren, auch künftig Wegweisendes zu schaffen".

Angelique Renkhoff-Mücke, Vorsitzende des Stiftungsrates, sieht die Hochschule "durch diese fünf hervorragenden Abschlussarbeiten ausgezeichnet in der Öffentlichkeit dargestellt". Oberbürgermeister und Gastgeber Sebastian Remelé wünschte "den gleichen Erfolg beim Berufsstart", erinnerte an seine Zeit als Student und stellte seine Stadt als diejenige vor mit der höchsten Arbeitsplatzdichte in ganz Deutschland. Auf 53.000 Einwohner kommen 50.000 Arbeitsplätze. Remelé verpflichtete die Absolventen aber auch zum "Engagement für die Gesellschaft über ihre berufliche Karriere hinaus. Denn auf ihre Kompetenz, Intelligenz und ihren Enthusiasmus möchte die Bürgerschaft nicht verzichten". FH-Präsident Prof. Dr. Dr. h.c. Heribert Weber wies auf die über 1000 Abschlussarbeiten jedes Jahr hin, von denen eben nur wenige prämiert werden können. Mit Geldpreisen, nicht aber mit ausgezeichnetem Wein aus Würzburg. Denn den bekamen nur Gerhard Eck und Sebastian Remelé.

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