02.03.2014

von B° DP

(Quelle: Michael Horling)

Schweinfurt wird international

Der i-Campus der FHWS startet im Oktober - wird der "Abrams-Club" zur neuen Mensa?

links nach rechts: Hans Schnabel (Konversionsbeauftragter der Stadt Schweinfurt), Oberbürgermeister Sebastian Remelé, Innenstaatssekretär Gerhard Eck, Staatsminister Dr. Ludwig Spaenle und FHWS-Präsident Professor Dr. Robert Grebner.

Die FHWS bietet bald wohl auch die Fachrichtung Gesundheits-Management an. Zumindest sieht es so aus, als wenn die Hochschule am Standort Schweinfurt in nicht ferner Zukunft die Studenten dazu "zwingt", zum Essen ein paar hundert Meter zu laufen.

Staatsminister Dr. Ludwig Spaenle weilte nicht umsonst am Donnerstag zu einem  Besuch in der Stadt. Er informierte sich über das geplante Projekt i-Campus auf dem Schweinfurter Konversionsareal, schaute sich die Ledward Barracks sowie das ehemalige Offizierscasino "Abrams-Club" an. Beide Standorte spielen künftig eine große Rolle. Das Club-Gebäude zwischen dem FH-Hauptsitz und den Kasernen könnte in naher Zukunft schon beispielsweise der Ort der neuen Mensa sein. "Unsere bisherige ist für 800 Studenten ausgelegt", weiß FHWS-Präsident Professor Dr. Robert Grebner.

Doch aus den rund 1000 Studenten im Jahr 2000 wurden mittlerweile über 3000. Trotz der vorhersehbaren demografischen Entwicklung könnte, ja soll sich die Zahl sogar noch steigern. Mit einem "interkulturellen Touch" will Grebner dem Standort Schweinfurt zu bundesweiter Aufmerksamkeit verhelfen. Schon nächsten Oktober soll der i-Campus mit zunächst 100 Studenten den Betrieb aufnehmen. 300 auf Englisch unterrichtete Studenten sollen es in drei Jahren sein. Stufe zwei sieht 1000 Studenten vor, Stufe drei das Erreichen der 2000er Marke.

3000 sind dann das langfristige Ziel. Wobei natürlich auch Ausländer in Schweinfurt studieren und dann Deutsch lernen sollen. Integration wird die zweite Aufgabe der Schweinfurter sein, ein attraktiver Lebensraum soll geschaffen werden. "Wir wollen ja nicht nur ausbilden, sondern die jungen Leute teilweise auch bei uns halten", sagt Oberbürgermeister Sebastian Remelé, der weiß, dass die Großindustrie oder auch die Wirtschaftsjunioren voll hinter dem Projekt stehen.

Und eben auch die Staatsregierung. "Eine internationale Ausrichtung hat Strahlkraft weit über die Region hinaus", weiß Staatsminister Spaenle. Das sei die Chance Schweinfurts bei der Konversion. Im nächsten Doppelhaushalt Bayerns sollen entsprechende Mittel bereit gestellt werden für das Vorhaben.

Rund 3500 bis 4000 Euro pro Jahr koste ein Student, rechnet Professor Dr. Grebner hoch. Ab Herbst sind vier Stellen für englischsprachige Professoren geschaffen. Rund 320.000 Euro an Kosten entstehen zunächst. Das wachsen wird dann verbunden sein mit zusätzlich notwendigem Raum und natürlich Investitionen für Hochschule und Stadt. Über den "Abrams-Club" (wo auch die zu klein gewordene Bibliothek einziehen könnte) soll der Sprung in die Ledward Barracks gelingen. "Heute war der Startschuss für die Erwerbsverhandlungen. Jetzt geht´s mit Volldampf los", sagt Gerhard Eck. Der Innenstaatssekretär aus Pusselsheim ist Unterstützer der Idee. Welche der Gebäude auf dem Kasernengelände nutz- und einbindbar sind, will man nun prüfen, parallel dazu das Konzept des i-Campus weiter entwickeln.

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