09.05.2016

von Landratsamt Schweinfurt B° RB

Erstmals Runder Tisch zum Thema Inklusion

Herzensangelegenheit für Landrat Töpper – Jeder kann zu einem unvorhersehbaren Zeitpunkt selbst zu einem Behinderten werden

Landrat Florian Töpper (vorne Mitte) und der Behindertenbeauftragte des Landkreises Schweinfurt Konrad Bonengel (vorletzte Reihe rechts) begrüßten die Teilnehmer des ersten Runden Tisches zum Thema Barrierefreiheit und Inklusion im Landratsamt Schweinfurt

Erstmals hat im Landratsamt Schweinfurt ein Runder Tisch zum Thema Inklusion und Barrierefreiheit stattgefunden. Von verschiedenen Seiten wie etwa den bestellten gemeindlichen Behindertenbeauftragten sowie Behindertenverbänden wurde der Wunsch nach solch einer Veranstaltung an ihn herangetragen, um sich stärker zu vernetzen und gegenseitig Hilfestellung zu geben.

Gerne griff Landrat Töpper diese Idee zusammen mit Konrad Bonengel, dem Behindertenbeauftragten des Landkreises Schweinfurt, auf. „Die Barrierefreiheit für Behinderte ist für mich eine Herzensangelegenheit“, so Landrat Töpper. Es gelte, die Schwierigkeiten von Behinderten den Nichtbehinderten zu vermitteln, da Jedermann zu unvorhersehbaren Zeitpunkten selbst zu einem Menschen mit Behinderung werden kann.

Er berichtete den Anwesenden, dass der Landkreis Schweinfurt selbst ein Partner der Lebenshilfe beim Inklusionsprojekt „Eine Region wird aktiv – Arbeit inklusiv“ sei. Die Umsetzung des Inklusionsgedankens in seinen vielfältigen Facetten werde im Landratsamt sehr ernst genommen und stelle eine breite Querschnittsaufgabe in vielen Abteilungen und Sachgebieten dar.

Alle Teilnehmer waren sich einig, dass diese Gesprächsrunde aus Vertretern des Landratsamtes, der gemeindlichen Behindertenbeauftragten, Vertretern der offenen Behindertenarbeit, dem Blinden- und Sehbehindertenbund, der Selbsthilfegruppen Körperbehinderter und Hörgeschädigten sowie weiteren Behindertenverbänden regelmäßig stattfinden sollte. Der Austausch untereinander sei wichtig, auch um dem Gefühl vorzubeugen, alleine in diesem Bereich tätig zu sein.

Wünschenswert sei es dazu auch, die Gemeinden im Landkreis stärker zu sensibilisieren. Aktuell haben von 29 Gemeinden/Städten und Märkten im Landkreis Schweinfurt bereits zwölf Kommunen einen gemeindlichen Behindertenbeauftragten bestellt. Die Bestellung ist nach dem Bayerischen Behindertengleichstellungsgesetz eine „Soll“-Vorschrift und somit eine freiwillige Aufgabe. Und es geht voran: Aktuellstes Beispiel ist die Gemeinde Geldersheim, die auf Anregung des Landratsamtes in ihrer jüngsten Sitzung nun einen Behindertenbeauftragten bestellt hat. Eine erst vor kurzen erfolgte Abfrage des Landratsamtes hat zudem ergeben, dass auch die Gemeinde Wipfeld in Kürze einen Behindertenbeauftragten bestellen will.

Bei neuen öffentlichen Bauvorhaben sollte auf Barrierefreiheit geachtet werden, lautete eine weitere Forderung der Gesprächsrunde. Das betreffe nicht nur Rollstuhlfahrer, sondern auch z.B. die Bedürfnisse von Gehörgeschädigten. Es gilt, Ideen für mehr Barrierefreiheit „auch in den Köpfen“ zu entwickeln.

Melanie Höller von der Lebenshilfe sowie Karin Eberle von der Freiwilligenagentur Gemeinsinn warben für das Projekt „Freiwilliges Arbeiten für Menschen mit Behinderung“ und luden zu einem Informationsabend in die Werkstatt Sennfeld der Lebenshilfe am 7.Juni 2016 ein. Nähere Informationen gibt es auf der Internetseite der Lebenshilfe unter www.lebenshilfe-schweinfurt.de oder per E-Mail an offene-hilfen@lh-sw.de.

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