07.12.2016

von B° RB

Vom Durchbrechen eingefahrener Muster

Region Mainfranken setzt weiteren Impuls in Sachen Digitalisierung

Gemeinsam für mehr digitale Innovationen in Mainfranken

Die Digitalisierung ist in aller Munde. Sie beeinflusst nicht nur das Kommunikationsverhalten eines jeden Einzelnen von uns, sondern hat mittlerweile auch nahezu alle Wirtschaftssektoren erreicht – von der Industrie über Handel und Handwerk bis hin zur Gesundheits- und Energiewirtschaft. Damit einhergehen massive Veränderungsprozesse, die von einer hohen Wissensintensität gekennzeichnet sind, die eine intensive Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft verlangen und großes Innovationspotenzial in sich tragen.

Genau hier setzte die Dialogveranstaltung „Denker treffen Lenker“ der Region Mainfranken GmbH am 30. November 2016 bei der Fresenius Medical Care Deutschland GmbH in Schweinfurt an: über den Wissenstransfer zwischen Forschung und Anwendung neue Impulse für die Digitalisierung zu generieren und dadurch den Technologiestandort Mainfranken nachhaltig zu stärken. Mit der konsequenten Positionierung als Innovationsregion wird Mainfranken somit auch für potenzielle Investoren und Fachkräfte von außen attraktiv. 

Massive Veränderungsprozesse

In seiner Einführung betonte Oberbürgermeister Christian Schuchardt, politischer Sprecher des Fachforums Kooperation Wissenschaft & Wirtschaft der Region Mainfranken GmbH, die enorme Bedeutung des Themas für die Zukunftsfähigkeit des Standorts: „Als regional Verantwortliche sehen wir die gezielte Förderung neuer technologischer Entwicklungen und deren Diffusion in die unternehmerische Praxis als Schrittmacher auf dem Weg hin zu einer zunehmenden Digitalisierung unserer Wirtschaft.“

Optimistisch äußerte sich auch die Geschäftsführerin der Region Mainfranken GmbH Åsa Petersson: „Die vielen anwesenden Vertreter aus der mainfränkischen Wirtschaft sind Beleg dafür, dass wir mit unserer Netzwerkplattform ‘Denker treffen Lenker’ ein offenes und inspirierendes Format etabliert haben, welches einen kommunikativen Austausch fördert.“

Inspirierendes Format 

Einen Einblick in den kreativen Ideenfindungsprozess des Design Thinking gewährte Professor Carl Frech (Fakultät Gestaltung FHWS, Hasso-Plattner-Institut) den 70 gespannten Teilnehmern. „Dabei geht man bewusst weg von der Erwachsenen-Attitude des ‘Aller Anfang ist schwer’ hin zu einer spielerischen Herangehensweise, die Fehler akzeptiert, eingefahrene Muster durchbricht und den Blick nach links und rechts öffnet. So wird nach dem Motto ‘Mix the Unmixable’ ein kreativer Prozess in Gang gesetzt, bei dem uns Kinder in ihrem Entdecken der Welt Vorbild sein können.“ Am Ende der sechs Einzelschritte verstehen, beobachten, definieren von Sichtweisen, Ideenfindung, Prototyping und testen stehe dann eine validierte Idee im Sinne einer Innovationsgrundlage.

Mix the Unmixable

Schwerpunkt der Veranstaltung bildete die Präsentation des im Aufbau befindlichen Zentrums für Digitale Innovationen Mainfranken (ZDI), in dem das Design Thinking als methodischer Kern Anwendung finden wird. Vorgestellt wurde das ZDI als gesamtmainfränkische Initiative zur nachhaltigen Nutzung des hiesigen Digitalisierungs-potenzials von Klaus Walther (Stadt Würzburg), Dr. Christian Andersen (IGZ Würzburg) sowie weiteren Kooperationspartnern. Ziel sei es, in der zentralen Einrichtung in Würzburg sowie in den regionalen Hubs Schweinfurt und Bad Kissingen im Zusammenwirken von Studierenden, Wissenschaftlern und Unternehmen Ideen zu generieren, Geschäftsmodelle zu erstellen, Prototypen zu bauen und diese zur Marktreife zu bringen. Dabei habe man sich bewusst gegen eine thematische Fokussierung entschieden, um branchen- und fachübergreifend Lösungen im Bereich Digitalisierung zu ermöglichen. So wie es das Design Thinking eben vorsieht. 

Die Vizepräsidentin der Universität Würzburg Professor Barbara Sponholz zeigte sich erfreut über die erfolgreiche Antragstellung zum Aufbau des ZDI: „Die Initiative ist beispielgebend und Ausdruck einer funktionierenden und engen Kooperation zwischen Hochschulen, Wirtschaft und Region.“

Das ZDI

Die Region Mainfranken GmbH – Hintergründe

Unter dem Vorsitz von Oberbürgermeister Sebastian Remelé strebt die Regionalentwicklungsgesellschaft die Stärkung Mainfrankens als eigenständiger, attraktiver Wirtschaftsstandort und Lebensraum an. Gesellschafter der Region Mainfranken GmbH sind neben den beiden kreisfreien Städten Würzburg und Schweinfurt die Landkreise Bad Kissingen, Haßberge, Kitzingen, Main-Spessart, Rhön-Grabfeld, Schweinfurt und Würzburg sowie die IHK-Würzburg-Schweinfurt und die Handwerkskammer für Unterfranken.

In einem ganzheitlichen Ansatz verfolgt die Region Mainfranken GmbH ihre Ziele durch aktives, gemeinsames Handeln der hiesigen Schlüsselakteure aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung. Diese werden über den Rat der Region sowie über insgesamt fünf Fachforen zu den Themen Demografischer Wandel/Fachkräftesicherung, Kooperation Wissenschaft & Wirtschaft, Kultur, Erneuerbare Energien/Elektromobilität und Gesundheit umfassend in die Entwicklungsarbeit für den Wirtschaftsstandort Mainfranken eingebunden.

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