16.11.2013

von B° DP

(Quelle: Gemeinde Schonungen)

"Unser Dorf hat Zukunft"

Landrat Florian Töpper zeichnet die Orte Euerbach, Waldsachsen, Oberwerrn und Geldersheim für deren Engagement aus.

Im Bild von links: Die Bürgermeister nahmen die Urkunden beim Ehrenabend entgegen: Bezirksgeschäftsführerin Christine Bender, Stefan Rottmann (Schonungen), Ruth Hanna Gube (Geldersheim), Landrat Florian Töpper, Bettina Bärmann (Niederwerrn), Arthur Arnold (Euerbach), Kreisfachberaterin Brigitte Goss und Landtagsabgeordnete Kathi Petersen.

Landrat Florian Töpper hat alle am Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft – unser Dorf soll schöner werden" beteiligten Dörfer ausgezeichnet. Bei einem Ehrenabend im Bürgerhaus in Schwebheim würdigte er das Engagement und den Einsatz der Bürger und ermutigte sie in diesem Sinne ihre Aktivitäten weiter zu führen. Stellvertretend für die Dorfbewohner überreichte er den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern Bronze-Plaketten und Ehrenurkunden.

Die bundesweite Tendenz, dass sich immer weniger Gemeinden an dem Wettbewerb beteiligen, trifft für den Landkreis Schweinfurt nicht zu. Euerbach, Waldsachsen, Oberwerrn und Geldersheim stellten sich im vergangenen Juni einer achtköpfigen Kommission. Der Jury gehörten Schwebheims Bürgermeister Hans Fischer, Kreisbäuerin Sieglinde Fackelmann, Kreisjugendring-Vorsitzender Andreas Müller, Kreisheimatpfleger Karl-Heinz Hennig, Frank Bauer und Martin Netter vom Kreisverband für Gartenbau und Landespflege sowie Helmfried Ziegler vom Hochbauamt und Jürgen Kiefer vom Umweltamt des Landratsamtes Schweinfurt an.

Der schönste Ort im Landkreis sollte vielfältige Kriterien erfüllen. Jeder Ort präsentierte sich, seine Vereine und sein soziales und kulturelles Leben. Auch ihre Entwicklungskonzepte, wirtschaftlichen Initiativen, Baugestaltungen und die Einbindung des Ortes in die Landschaft stellten sie vor. Der Wettbewerb wurde auf Kreisebene von Brigitte Goss, Kreisfachberaterin für Gartenbau und Landespflege organisiert und durchgeführt.

In seiner Begrüßungsrede hob Landrat Florian Töpper die Bedeutung der Dörfer hervor. "Sie sind das Zentrum sozialer Integration. In den Dörfern findet das Leben statt. Die Dorfbewohner beteiligen sich aktiv an der Zukunft der ländlichen Räume und der Festigung der Dorfgemeinschaft." Insofern wird deutlich, sagte Töpper, dass der Dorfwettbewerb trotz seiner langen Historie auf dem Weg ist, sich weiterzuentwickeln. Und zwar vom einstigen "Unser Dorf soll schöner werden" hin zu einer Plattform, um ganzheitliche Entwicklungsprozesse von Dorfgemeinschaften zu würdigen und für andere sichtbar zu machen.

Der Schonunger Ortsteil Waldsachsen als kleinster teilnehmender Ort stand ganz unter dem Motto Vergangenheit und Zukunft. Die starke Verbundenheit der Bürger mit ihrer Historie, die geringe Zahl der Gebäudeleerstände, die aktive Siedlungspolitik und das vorausschauende Energiekonzept beeindruckte die Jury. Bürgermeister Stefan Rottmann betonte den ungewöhnlich starken Zusammenhalt der Waldsachsener.

Oberwerrn überzeugte die Kommission mit dem vielfältigen Angebot für Kinder und Jugendliche, dem ungewöhnlich regem Vereinsleben und der Pflege alter Traditionen. Zukunftweisend sind in Oberwerrn die geplante Biogaswärmeversorgung und Energiegenossenschaft. Die stellvertretende Bürgermeisterin Bettina Bärmann bedankte sich für das große Engagement ihrer Bürger und den Zusammenhalt.

Euerbach punktete mit historischen Besonderheiten und frischen Konzepten. Bürgermeister Arthur Arnold setzt den Schwerpunkt auf die Kernortbelebung durch aktive Förderung von Sanierungsmaßnahmen im Altort. Mit dem kulturhistorischen Wanderweg "Kulturachter" setzen die Euerbacher ihre bewegte Geschichte in Szene. Die schön gestaltete Kirchenburg und der alte Friedhof bilden das historische Zentrum. Soziale Kernstücke sind die Nachbarschaftshilfe, der katholische Kreis "Junge Familien" und weitere 17 Vereine. Eingesäumt von vorbildlich gepflegten Streuobstbeständen liegt Euerbach eingebettet in der Landschaft.

Für 1250 Jahrfeier putzte sich Geldersheim 2013 heraus. Bürgermeisterin Ruth-Hanna Gube betonte, dass dies ein besonderes Jahr war und der Wettbewerb gut hineingepasst hat. Wie stark die Geldersheimer hinter ihrem Ort stehen, zeigten die 100 Bürger, die sich am Bewertungstag mit der Jury am frühen Morgen mit auf dem Weg machten. Geldersheim setzt auf ein Miteinander und bezieht die Bevölkerung in Entscheidungen mit ein. Anwohner durften beispielsweise mitentscheiden, welche Straßenbäume gepflanzt werden. Alten- und Pflegeheim, Kindergarten und Schulkindbetreuung sind miteinander verknüpft. Der Jugendtreff wurde bewusst im Kernort angesiedelt. Geldersheim erarbeitete ein schlüssiges Gesamtkonzept mit Bürgerbeteiligung.

Obwohl alle teilnehmenden Orte viel zu bieten hatten und die Entscheidung der Kommission nicht leicht fiel, konnte Geldersheim nicht zuletzt durch eine sehr gute Präsentation überzeugen. Geldersheim wird den Landkreis Schweinfurt im Wettbewerb 2014 auf Bezirksebene vertreten.

Landrat Töpper überreichte allen teilnehmenden Orten eine Bronze-Plakette des Landkreises, die vom Künstler Peter Vollert zum Anlass des Wettbewerbs "Unser Dorf soll schöner werden" angefertigt wurde. Das Quartett Elsen führte mit beschwingter Musik durch den Abend.

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