20.10.2013

von B°-MS

(Quelle: Theater der Stadt Schweinfurt)

Theater Schweinfurt im November

Hochkarätige Aufführungen, Schauspiel, Konzerte und Puppentheater: Das Programm im Theater der Stadt Schweinfurt für November 2013

Das Programm

Mi 06.11.2013 19.30 - ca. 21.15 Uhr Konzert
Bamberger Symphoniker – Bayerische Staatsphilharmonie

Musikalische Leitung: Eivind Aadland | Solist: Ilya Gringolts (Violine)
Werke von Grieg, Prokofjew und Mendelssohn-Bartholdy

Der 1956 in Norwegen geborene Dirigent und Violinist Eivind Aadland studierte zunächst Geige und war von 1981 bis 1989 Konzertmeister des Bergen Filharmoniske Orkester, um später von Mariss Jansons ermutigt zu werden, sich ganz dem Dirigieren zu widmen. Wichtige Impulse erhielt er zudem von Yehudi Menuhin und Jorma Panula. Seit 2013 ist Eivind Aadland Erster Gastdirigent des Queensland Symphony Orchestra Brisbane. Ilya Gringolts kann trotz seines jungen Alters auf einen breiten musikalischen Erfahrungsschatz zurückgreifen. Nachdem er zunächst Violine und Komposition in St. Petersburg bei Tatiana Liberova und Jeanna Metallidi studiert hatte, besuchte er die Juilliard School, wo Itzhak Perlman zu seinen Lehrern zählte. Bereits 1998 ging er als Gewinner des internationalen Violin-Wettbewerbs »Premio Paganini« hervor und erhielt zwei weitere Sonderpreise, als jüngster 1. Preisträger der Wettbewerbsgeschichte und für die beste Interpretation der Paganini-Capriccios. Die BBC wählte ihn außerdem als einen von zwölf Nachwuchskünstlern für ihr »New Generation Artists Programme« aus.

Die Musikliteratur, mit der sich Eivind Aadland als Dirigent auseinandersetzt, reicht vom klassischen Repertoire bis hin zu zeitgenössischen Kompositionen. Aadland war musikalischer Direktor des European Union Chamber Orchestra, mit dem er zahlreiche Konzerte bei europäischen Festivals gab und von der Kritik enthusiastisch gefeierte Aufnahmen einspielte. Von 2004 bis 2010 leitete er als Chefdirigent das Trondheim Symfoniorkester. Er arbeitet eng mit verschiedenen skandinavischen sowie europäischen Orchestern zusammen, darunter das Oslo Filharmoniske Orkester, das Svenska Kammarorkestern Örebro, das Orchestre National du Capitole de Toulouse und das WDR Sinfonieorchester Köln. Zudem dirigierte Aadland an Den Norske Opera in Oslo erfolgreiche Aufführungen von »Don Giovanni«, »Le nozze di Figaro«, »Die Zauberflöte« und »Die Fledermaus«. Ilya Gringolts ist in den letzten Jahren mit führenden Orchestern in ganz Europa, Asien, Nordamerika und Australien sowie in Südafrika und Israel aufgetreten. Er konzertierte unter anderem mit dem Mahler Chamber Orchestra, dem Birmingham Symphony Orchestra, dem Deutschen Symphonie Orchester Berlin, dem Royal Scottish National Orchestra, dem São Paulo Orchestra, dem Chicago Symphony Orchestra, sowie mit dem London Philharmonic, Saint Petersburg Philharmonic und Los Angeles Philharmonic, dem Melbourne Symphony Orchestra und dem NHK Symphony Orchestra Tokio.

Veranstaltung ausverkauft, evtl. noch Restkarten an der Abendkasse erhältlich

           
Sa 09.11.2013 19.30 - ca. 21.30 Uhr
So 10.11.2013 19.30 - ca. 21.30 Uhr
Zum ersten Mal in Schweinfurt:
Tanztheater aus Chicago (USA)
Hubbard Street Dance Chicago   

Künstlerische Leitung: Glenn Edgerton
Geschäftsführende Leitung: Kristen Brogdon
Probendirektor & Stellvertretender Leiter: Lucas Crandell

Rund 20 Tänzer bilden die Compagnie, die unter der künstlerischen Leitung von Glenn Edgerton auf der ganzen Welt ihren einzigartigen künstlerischen Tanz-Stil zeigt. Gegründet wurde Hubbard Street Dance Chicago im Jahr 1977 in Chicago von dem Broadway-Tänzer Lou Conte. In den Jahren 2000 bis 2009 war Jim Vincent Künstlerischer Leiter. Berühmt wurde das Ensemble, dessen Studios sich im Zentrum von Chicago am gediegenen West-Loop befinden, durch ausgedehnte Tourneen und ein reichhaltiges Repertoire. Obwohl der Name Hubbard Street etwas anderes suggeriert, handelt es sich tatsächlich nur um eine Bezeichnung, denn das Kernrepertoire bilden Jazz und Modern Dance sowie klassisches Ballett. Was HSDC unverwechselbar macht, ist seine Flexibilität, mit verschiedenen Choreographen zusammenzuarbeiten. Die Compagnie tanzt Werke großer Choreographen des 20. und 21. Jahrhunderts und erteilt stetig Aufträge für neue Werke.

Glenn Edgerton begann seine Karriere als Tänzer beim Joffrey Ballet. Er blieb elf Jahre bei dieser Compagnie und tanzte zahlreiche Hauptrollen in klassischen und zeitgenössischen Werken. Im Jahre 1989 engagierte ihn dann das Nederlands Dans Theater I. Fünf Jahre nach Beendigung seiner tänzerischen Karriere wurde er beim Nederlands Dans Theater künstlerischer Direktor. Er leitete und prägte das Ensemble ein Jahrzehnt und präsentierte die Werke weltberühmter Choreographen wie beispielsweise Jirí Kylián, William Forsythe, Ohad Naharin, Mats Ek, Nacho Duato, Jorma Elo, Johan Inger, Paul Lightfoot, Sol Leon und Hans van Manen. Von 2006 bis 2008 leitete Edgerton das Tanzzentrum an der Colburn School of Performing Arts in Los Angeles. 2008 kam er zunächst als künstlerischer Berater zu Hubbard Street Dance Chicago und ist dort seit 2009 Künstlerischer Leiter. Er führt die 30-jährige Arbeit von Lou Conte und Jim Vincent fort und erhält damit den hervorragenden Ruf der Compagnie.

VVK € 40.-, 37.-, 32.-, 25.-


Mi 13.11.2013 19.00 - ca. 21.30 Uhr
Fremdsprachiges Theater in französischer Sprache:
La Compagnie Théâtre Tour de Force
Le Bourgeois Gentilhomme

Ballettkomödie von Molière (1622-1673)
Künstlerischer Leiter: Peter Joucla

Dass Le Bourgeois Gentilhomme so erfolgreich wurde, ist der damals herrschenden Vorliebe für Orientalisches – insbesondere Türkisches – geschuldet; das Osmanische Reich war der Inbegriff von Exotik und Andersartigkeit. Molière greift hier das Motiv »Kleider machen Leute« durch eine orientalische Verkleidungsposse auf. Das Stück ist eine »comédie-ballet« in Reinform. Das Genre war einst eher zufällig entstanden, als Molière für »Die Lästigen« (im Theater der Stadt Schweinfurt zu sehen vom 18. bis 21. Mai 2014) nicht genügend Schauspieler zur Verfügung hatte und der Komponist Lully daher zwischen den Spielszenen Ballettnummern einfügte, um den Akteuren Zeit zum Umziehen zu verschaffen.

Molière nimmt in seinem Stück die menschliche Überheblichkeit aufs Korn: Monsieur Jourdain, selbst bürgerlicher Abkunft, möchte gern in Adelskreise aufsteigen. Dazu legt er sich zunächst die entsprechenden Kleider zu und bildet sich in Sachen Waffen, Tanz, Musik und Philosophie weiter – Dinge, die ihm unabdinglich für einen Adligen erscheinen. Doch seine Naivität lässt ihn gründlich scheitern. Der Graf Dorante legt Jourdain herein, indem er die Geschenke für die von Jourdain umworbene Dorimène als die seinen ausgibt. Als der bürgerliche Cléonte um die Hand von Jourdains Tochter Lucile anhält und dieser die Verbindung aus Hochmut verweigert, spielt Cléonte das Spiel einfach mit: Als türkischer Prinz verkleidet, verleiht er ihm den Ehrentitel »Paladin«. Jourdain fühlt sich gebauchpinselt und nun endgültig im Adel angekommen.

VVK € 18.- (erm. 8.-) auf allen Plätzen

           
Fr 15.11.2013 19.30 - ca. 21.00 Uhr
Sa 16.11.2013 19.30 - ca. 21.00 Uhr
Das aktuelle Theaterstück - Deutschsprachige Erstaufführung:
Renaissance Theater Berlin
Rot (Red)

Schauspiel von John Logan (geb. 1961)
Inszenierung: Torsten Fischer
mit Dominique Horwitz und Benno Lehmann

Rot wurde im Dezember 2009 mit großem Erfolg in London uraufgeführt. Bereits im März 2010 feierte es seine Broadwaypremiere und gewann sechs »Tony Awards«, zwei »Drama Desk Awards« und viele weitere Auszeichnungen. Der amerikanische Autor John Logan ist bislang vor allem durch seine für den »Oscar« nominierten Drehbücher von Blockbuster-Filmen bekannt geworden: So hat er u.a. Drehbücher für »Gladiator«, »Aviator«, »Star Trek Nemesis«, »Last Samurai«, »Sweeney Todd«, »Coriolanus« und zuletzt »Hugo Cabret« geschrieben, der bei der Oscar-Verleihung 2012 prämiert wurde.

Mark Rothko auf dem Höhepunkt seiner Karriere: 1958 erhält der bekannte amerikanische Maler seinen bisher höchstdotierten Auftrag: Für das New Yorker Luxus-Restaurant »Vier Jahreszeiten« soll er einen Zyklus von Wandbildern malen. Für die aufwändige Arbeit braucht er einen Assistenten. Ken, ein junger Maler, soll Rahmen aufziehen, Farben anmischen, Pinsel auswaschen, aber auch Essen und Zigaretten ins Atelier schaffen. Und er muss den Reflexionen des Maestros über Kunst und Philosophie zuhören und dessen exzentrische Verhaltensweisen ertragen: eine Mischung aus Genialität, Besessenheit, Arroganz, aber auch Verletzlichkeit. In diesem Schüler-Lehrer Verhältnis gewinnt Ken bald Sicherheit und entwickelt sich zu einem ernstzunehmenden Gesprächspartner, der Rothko mit kritischen Fragen provoziert.

Rot ist mehr als eine Hommage an den Künstler Rothko und eine Reflexion über die Kunst im 20. Jahrhundert: Die bei aller Dynamik subtilen Zweikämpfe zwischen Rothko und Ken sind ein spannendes Kräftemessen zwischen zwei Denkweisen, zwei Lebenshaltungen und zwei Generationen.

VVK € 32.-, 30.-, 27.-, 22.-, 15.-


So 17.11.2013 19.30 - ca. 21.00 Uhr
Zum 200. Geburtstag von Giuseppe Verdi
Hofkapelle Meiningen
Messa da Requiem von Giuseppe Verdi

Chor und Extrachor des Südthüringischen Staatstheaters Meiningen
Musikalische Leitung: GMD Philippe Bach
Solisten: Camila Ribero-Souza (Sopran), Rita Kapfhammer (Alt), Xu Chang (Tenor), Stephanos Tsirakoglou (Bassbariton)

Giuseppe Verdi gilt als der große Realist des Musiktheaters im 19. Jahrhundert und hat sich selbst auch so gesehen. Doch er verstand seinen Realismus nicht als fotografische Abbildung der Wirklichkeit, sondern als wahrhaftige Menschendarstellung mit den Mitteln der Kunst. »Die Wirklichkeit zu kopieren ist eine gute Sache, aber die Wirklichkeit zu erfinden ist besser«, schrieb der Komponist 1876 in einem Brief an Clarina Maffei, deren Mailänder Salon während der Zeit des Risorgimento ein Treffpunkt der künstlerisch und politisch fortschrittlichen Kräfte Italiens gewesen war.

Das Requiem – oder die Messa da Requiem, wie der Originaltitel lautet – hat Verdi aus demselben Geist heraus geschrieben. Deshalb verwundert es nicht, dass das Werk schon von seinen Zeitgenossen als »Oper in liturgischem Gewand« bezeichnet wurde. Das ist insofern richtig, als hier eine ähnliche dramatisch-musikalische Logik wie in den Bühnenwerken vorherrscht und der Mensch auf dieselbe zwingende Weise mit sich selbst und seinem Schicksal konfrontiert wird. Doch während es in den Opern um politische Intrigen und weltliche Schicksalsschläge geht, steht im Requiem das Individuum dem Absoluten in Gestalt des Todes gegenüber. Die Folge ist eine Radikalisierung der künstlerischen Mittel. Die in der Totenmesse vielstimmig beklagte und beschworene Grenzerfahrung inspirierte Verdi zu einer Darstellung von überwältigender Eindringlichkeit und Direktheit des Ausdrucks. Mit großem dramatischem Impetus wird der Bogen geschlagen vom Schrecken und der Hoffnungslosigkeit des Jüngsten Gerichts im »Dies irae« bis zum Trost des »Requiem aeternam dona eis« mit dem anschließenden ätherischen Vision des »Lux aeterna«. Ganz zum Schluss fügt Verdi, in Abweichung von der liturgischen Konvention, noch das »Libera me« an, das mit seiner inbrünstigen Bitte um Errettung vor dem ewigen Tod und der grandiosen Chorfuge wie eine Zusammenfassung des ganzen vorherigen Geschehens wirkt.
(aus: Max Nyffeler zur Aufführung des Requiems am 14./15.08.2011 im Programmheft der Salzburger Festspiele)

VVK € 40.-, 37.-, 32.-, 25.-


Do 21.11.2013 19.30 - ca. 22.30 Uhr
Fr 22.11.2013 19.30 - ca. 22.30 Uhr
Sa 23.11.2013 19.30 - ca. 22.30 Uhr
So 24.11.2013 19.30 - ca. 22.30 Uhr
Zum 200. Geburtstag von Richard Wagner
Nationaloper Donetsk
Der fliegende Holländer

Romantische Oper in drei Aufzügen von Richard Wagner (1813-1883)
Musikalische Leitung: Michail Synkevytch (Mariinsky Theater St. Petersburg)
Inszenierung: Mara Kurotschka

Zum Wagner-Jubiläumsjahr brachte die Nationaloper Donetsk in Zusammenarbeit mit Pro Musica Bern im Dezember 2012 den Fliegenden Holländer heraus. Es war dies die erste Aufführung des Holländers in der Ukraine überhaupt und zugleich das erste an der Nationaloper Donetsk inszenierte Werk eines deutschen Komponisten. Die Schirmherrschaft hatte die Gattin des Präsidenten der Republik Ukraine übernommen und das Projekt wurde von der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland, durch das Goethe-Institut in der Ukraine und mit der Hilfe namhafter Sponsoren realisiert. Zu der gefeierten Galapremiere war auch die Präsidentin des Richard-Wagner-Verbandes International, Frau Prof. Eva Märtson, angereist. Das gewagte Projekt wurde nicht zuletzt auf Grund der Arbeit des jungen hoch ambitionierten Regieteams zu einem Triumph. Die erste Vorstellungsserie außerhalb der Ukraine wird in Schweinfurt gezeigt.

Die Regisseurin Mara Kurotschka graduierte am Dance Department der New Yorker Juilliard School. Ihre choreographischen Arbeiten waren u.a. am New Yorker Lincoln Center, am Théâtre de Caen, auf der RuhrTriennale, bei den Salzburger Festspielen und an den Münchner Kammerspielen zu sehen. Sie arbeitete viele Jahre an der Seite von Armin Petras, aber auch mit Regisseuren und Regisseurinnen wie Sebastian Baumgarten, Peter Kastenmüller, Lorenzo Fioroni, Corinna von Rad, Johanna Schall u.a. Als Co-Regisseurin war sie mit Philipp Stölzl am Theater Basel, an der Staatsoper Stuttgart, der Deutschen Oper Berlin, der Staatsoper im Schiller Theater und bei den Bayreuther Festspielen engagiert. Den Videokünstlern Momme Hinrichs und Torge Møller geht es in ihrer Arbeit vor allem um die Verknüpfung von Video mit anderen Medien zu einem Gesamtkunstwerk, das sich nicht in bloßer Koexistenz oder der Dekoration von Bühnenräumen erschöpft, sondern mehrere künstlerische Ebenen miteinander verschmelzen lässt. Dabei arbeiten sie regelmäßig mit Regisseuren wie Peter Konwitschny, David Pountney, Stefan Herheim, Philipp Stölzl u.a. zusammen. Ihre Arbeit führte sie zu den Salzburger, Bregenzer und Bayreuther Festspielen und an die Wiener und Berliner Opernhäuser, an diverse europäische Theater sowie in Übersee nach Indien, Kanada und Aserbaidschan.

VVK € 40.-, 37.-, 32.-, 25.-

           
Di 26.11.2013 14.30 - ca. 16.40 Uhr Senioren-Abo
Ohnsorg-Theater Hamburg
Weiße Pracht

Komödie von Stefan Vögel (geb. 1969)
Inszenierung: Sandra Keck
mit Wilfried Dziallas, Edda Loges u.a.

Oma Ida freut sich alle Jahre wieder mächtig auf Weihnachten. Und auf den Besuch ihrer Tochter, die mit Ehemann und den Kindern anreist, um das Fest der Feste gemeinsam mit der Familie zu begehen. Nur die Begeisterung von Großvater Jakob hält sich auch in diesem Jahr eher in Grenzen. Ida dagegen hat wieder alles gegeben, damit die Feiertage zu einem himmlischen Familientreffen werden: Geschenke verpackt, das Festmahl vorbereitet und den Tannenbaum ge­schmückt. Doch wie das Leben so spielt, verläuft die Heilige Nacht im Kreise ihrer Lieben alles andere als harmonisch. Eltern und Kinder streiten, die Verwandtschaft nörgelt und bald steht der Familienfrieden auf der Kippe. Nur Großmutter Ida versucht hartnäckig, ihren Traum von fröhlicher Weihnacht doch noch zu retten – was dem Publikum ein mit Pointen gespicktes Theatervergnügen beschert. Heiter und besinnlich.

Natürlich konnten der Namenspatron des Theaters, Richard Ohnsorg, und seine theaterbegeisterten Freunde anno 1902 nicht ahnen, dass aus einer kleinen Anzeige im »Hamburgischen Correspondenten« ein Jahrhundert später eine hochprofessionelle Bühne mit über hundert Mitarbeitern, rund 160.000 Zuschauern pro Spielzeit und einem Millionenetat werden sollte. Seit der Spielzeit 2011/2012 bewohnt das Ohnsorg-Theater – nach 75 Jahre am Standort Große Bleichen – nun sein neues Domizil im Bieberhaus am Hauptbahnhof. Sehr gute Erreichbarkeit, bessere Platzverhältnisse, eine erstklassige technische Ausstattung und die zusätzliche Studio-Bühne eröffnen dem Ohnsorg-Theater hervorragende Perspektiven und sichern den Bestand dieses traditionsreichen Theaters auch für die nächsten Jahrzehnte.

VVK € 12.- auf allen Plätzen


Mi 27.11.2013 19.30 - ca. 21.15 Uhr
Das besondere Konzert im Theaterfoyer
Klavierrezital Lisa Smirnova

Werke von Händel, Brahms, Beethoven, Schubert und Liszt

Sämtliche Aufnahmen Lisa Smirnovas wurden mit höchstem Kritikerlob bedacht. Einen vorläufigen Höhepunkt ihres Künstlertums aber bildet die Einspielung der acht Londoner Suiten von Georg Friedrich Händel, die im November 2011 bei ECM New Series erschienen ist. Fünf Jahre lang hat sich Lisa Smirnova auf dieses CD-Projekt vorbereitet und freut sich, dass sie ihre musikalische Vision bei einem »major label« realisieren durfte, das mit seinem Gründer und Mastermind Manfred Eicher einzigartig für höchsten künstlerischen Anspruch steht.

Geboren wurde Lisa Smirnova in Moskau. Wesentlich und prägend für ihren künstlerischen Werdegang aber wurde der renommierte Klavierpädagoge Karl-Heinz Kämmerling. Anfang der 1990er Jahre begegnete sie ihm auf einem Meisterkurs in Salzburg und beschloss endgültig nach Österreich überzusiedeln. Bereits im Alter von 20 Jahren debütierte Lisa Smirnova in der Carnegie Hall in New York, nur wenig später in der Suntory Hall in Tokyo. Danach folgten Auftritte in der Wigmore Hall in London, im Concertgebouw Amsterdam und im Wiener Konzerthaus. Im Sommer 1996 debütierte sie mit Benjamin Schmid bei den Salzburger Festspielen. Er zählt neben Dmitry Sitkovetsky, Thomas Zehetmair, Clemens Hagen und dem Leipziger Streichquartett zu ihren wichtigsten Kammermusikpartnern. Seither konzertiert sie auf den internationalen Podien in Europa, Asien und USA und ist regelmäßiger Gast der Salzburger Mozartwoche, dem Schleswig Holstein Festival und dem Lucerne Festival.

VVK € 18.- auf allen Plätzen


Fr 29.11.2013 19.30 - ca. 21.30 Uhr
Altonaer Theater Hamburg
Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand

(Hundraåringen som klev ut genom fönstret och försvann)
Schauspiel nach dem Roman von Jonas Jonasson (geb. 1961)
Inszenierung: Eva Hosemann
mit Jörg Schüttauf, Holger Umbreit u.v.a.

Allan Karlsson hat Geburtstag. Eigentlich ein Grund zu feiern. Doch während sich alle auf das große Spektakel vorbereiten, hat der Hundertjährige ganz andere Pläne: er verschwindet einfach – und schon bald steht ganz Schweden wegen seiner Flucht auf dem Kopf. Doch mit solchen Dingen hat Allan seine Erfahrung, er hat schließlich in jungen Jahren die ganze Welt durcheinander gebracht. Jonas Jonasson erzählt in seinem Bestseller von einer urkomischen Flucht und zugleich die irrwitzige Lebensgeschichte eines eigensinnigen Mannes, der sich zwar nicht für Politik interessiert, aber trotzdem irgendwie immer in die großen historischen Ereignisse des 20. Jahrhunderts verwickelt war.

Ob Gangster oder Held, seine Figuren nehmen den Zuschauer gefangen; seine Rollen – egal wie groß sie sind – leben von einem unverwechselbaren Stil. Jörg Schüttauf ist Schauspieler aus Leidenschaft und er ist bei allem Erfolg immer bodenständig geblieben. Seine Karriere begann in Leipzig und Potsdam, sein Diplom machte er an der Theaterhochschule Hans Otto in Leipzig 1986. Gleich nach der Wende bekam er ein Angebot für die Vorabendserie »Der Fahnder«, in der er fünf Jahre lang zu sehen war. Zahlreiche Auszeichnungen pflastern seinen Weg. Unter anderem hat er sechsmal den »Grimme-Preis« erhalten. 2009 bekam Schüttauf den »Deutschen Fernsehpreis« für den Film »Wir sind das Volk«. Eine seiner größten Rollen war der »Tatort«-Kommissar Fritz Dellwo. Seit 2010 ist damit Schluss – eine bewusste Entscheidung des Chemnitzers. Theaterspielen ist immer seine Leidenschaft geblieben, u.a. am Theater Magdeburg, im Hans-Otto-Theater Potsdam oder am Maxim Gorki Theater Berlin.

Veranstaltung ausverkauft, evtl. noch Restkarten an der Abendkasse erhältlich

           
Sa 30.11.2013 19.30 Uhr
Konzert: Oratorienchor Liederkranz Schweinfurt

Großes Opernchor-Konzert zum Verdi-Wagner-Gedenkjahr
Leitung: GMD Wolfgang Hocke
mit Chören und Arien aus den Opern Nabucco, Aida, Don Carlos, La Traviata, Lohengrin, Tannhäuser und Die Meistersinger

VVK € 29.-, 24.-, 17.- (Schüler & Studenten 6.-)

Zum Theater Schweinfurt geht es hier.

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