11.05.2014

von B° MS

(Quelle: Kunsthalle Schweinfurt)

Fünf unter einem Dach und eins davor

Neue Ausstellungen in der Kunsthalle zeigen die Vielfalt der Kunst in der Kunsthalle Schweinfurt - Internationaler Museumstag am 18. Mai

Ausstellung Christoph Brech

Ausstellung Christoph Brech

Ausstellung Christoph Brech

Ausstellung Christoph Brech

Christoph Brech

Ausstellung Christoph Brech im KunstSalong

Ausstellung Wegmarken

Ausstellung Wegmarken

Ausstellung Wegmarken

Ausstellung Wegmarken

Andrea Brandl

Ausstellung Wegmarken

Ausstellung herman de vries

Dr. Erich Schneider präsentiert das Begleitbüchlein zu den 55 Erdausreibungen von herman de vries

Neben der Dauerausstellung aus der Sammlung Hierling und der aktuellen Wechselausstellung im Untergeschoss der Kunsthalle, "Max Ackermann (1887-1975), Strukturbilder" (bis 15.06.2014), präsentiert die Kunsthalle aktuell drei weitere Projekte und spannt somit einen weiten Bogen über das Thema Kunst. Am Freitag, den 9. Mai wurde in der großen Halle eine spektakuläre Komposition von Kunstobjekten des letzten Triennale-Preisträgers Christoph Brech eröffnet. Am 18. Mai, dem Internationalen Museumstag, wird in diesem Haus der offizielle Auftakt dazu unter dem Jahresmotto "Sammeln verbindet - Museum collections make connections" stattfinden.

Christoph Brech - It´s about time
10.5. – 14.9.2014

Kunsthalle Schweinfurt - KunstSalong - St. Johanniskirche

Christoph Brech erweist sich als Grenzgänger zwischen Malerei und Film und ist ein Bilder-Finder und Bild-Erfinder. Der Begriff Filmkunst hat dabei in seinem Schaffen nur bedingt Gültigkeit, es ist in Bewegung gebrachte subtile Malerei, die er im Film mittels einer Choreografie des Zufalls gestaltet. Der Künstler mit Schweinfurter Wurzeln wurde in der Triennale Schweinfurt II 2012 zum ersten Preisträger von einer Jury gekürt, als Preis wurde diese monografische Ausstellung mit Begleitkatalog ausgelobt.

2012 erhielt Brech die Sondergenehmigung, die nicht-öffentlichen und geheimen Winkel des Vatikans zu fotografieren. Diese "Im Allerheiligsten" des Vatikans entstandene Fotoserie beschrieb Peter von Becker in der ZEIT als "geisterhafte Ansichten, manche schon auf den ersten Blick voller Geheimnis, andere nur rätselhaft" und zeichnete Brech mit den Worten aus "ein enthusiastischer Augenmensch, mit dem Spürsinn für organische Strukturen und fantastische Assoziationen". In den Ausstellungen sind Videoarbeiten, Fotografien, Objektkunst und Installationen zu sehen. Christoph Brech nimmt seinen 50. Geburtstag zum Anlass, sich einerseits in Schweinfurt auf eine Zeitreise durch seine eigene Biografie und deren Stationen zu begeben und sich andererseits dem Thema Zeit ganz allgemein zu widmen. So zeigt der Künstler in der großen Halle mit Bezug auf die Funktion des ehemaligen Schwimmbades den Film "time & tide". Er ließ sich konzeptionell auch von der marmornen Uhr der ursprünglichen Ausstattung inspirieren. In der Ausstellung ist die namensgebende Installation "it´s about time" mit einer linearen Anbringung von 12 lateinischen Blei-Ziffern als Metapher auf eine Zeitvorstellung mit Anfang und Ende zu sehen. In Anspielung auf den Beruf seines Großvaters werden außerdem Thorax-Röntgen-Aufnahmen Schweinfurter Bürger als Ausdruck von Lebens-Zeit gezeigt. In anderen Exponaten im KunstSalong des Kunstvereins und in der St. Johanniskirche werden ebenfalls der Lauf der Zeit und die Begegnung mit Geschichte thematisiert. Brechs Arbeiten, so Florian Köhler, untersuchen sehr spezifische Objektdetails unter strengen konzeptionellen Vorgaben. Durch bewusste Entschleunigung und einen suggestiven Umgang mit Musik und Klang entsteht in seinen Videos eine kontemplative Dichte, die die Wahrnehmungssensorik stark fordert.

Der gebürtige Schweinfurter (geb. 1964) absolvierte von 1984-86 eine Ausbildung zum Gärtner, der von 1989-95 das Studium an der Akademie der Bildenden Künste in München folgte. Seit 1998 arbeitet Brech mit Videos, der Fotografie und Installationen. Es folgen ein Reihe hochkarätiger Auszeichnungen weltweit, unter anderem der Deutschen Akademie Villa Massimo, Rom 2006. 2013 schuf er im Auftrag der Bayerischen Staatsoper ein Video-Portrait des berühmten Baritons Wolfgang Koch für ihre Portraitgalerie.

In Kooperation mit Kunstverein Schweinfurt und St. Johanniskirche.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalogbuch zum Preis von 25,- Euro, das im Verlag Nünnerich-Asmus in Mainz verlegt worden ist. Die Firma Linon Medien hat begleitend zur Ausstellung einen Audioguide produziert, der ein ausführliches Interview mit Christoph Brech anbietet.

Kunsthalle Schweinfurt und KunstSalong des Kunstvereins
Rüfferstraße 4, 97421 Schweinfurt
Fon Kasse: +49 (0)9721-51 4721
Fax +49 (0)9721-51 4749

Öffnungszeiten:
Täglich: 10.00 – 17.00 Uhr, Donnerstag 10.00 – 21.00 Uhr
Montags geschlossen.
Ab 1.6.2014 jeder 1. Donnerstag im Monat freier Eintritt.
Führungen buchen Sie bitte unter Tel. 09721/514744

St. Johanniskirche
Martin-Luther-Platz 18, 97421 Schweinfurt
09721/21655
Mo – So 9-17 Uhr


Eröffnung der Dauerpräsentation "Wegmarken"
5 Jahre Kunsthalle Schweinfurt – 33 Jahre Sammlungstätigkeit

Ausstellung von herman de vries - "aus der heimat"

Thomas Röthels "Segmentbogen" auf dem Vorplatz

Eröffnung am 18. Mai 2014, 11 Uhr

Anlässlich des Internationalen Museumstages in der Kunsthalle Schweinfurt wird sowohl die Dauerpräsentation der städtischen Sammlung zur deutschen Kunst nach 1945 "Wegmarken" wiedereröffnet als auch die neu geschaffene "Galerie2" mit einer Schenkung des Künstlers herman de vries (18.5. – 19.10.2014) vorgestellt.

Auftaktveranstaltung in der Kunsthalle Schweinfurt am 18. Mai 2014 im Namen der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern und der Bayerischen Sparkassenstiftung um 11 Uhr

Es sprechen:
Frau Sorya Lippert, Bürgermeister in der Stadt Schweinfurt
Frau Dr. Astrid Pellengahr, Leiterin der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen
Herr Dr. Ingolf Krüger, Vorstand Bayerische Sparkassenstiftung
Herr Dr. Erich Schneider, Leiter Kunsthalle Schweinfurt


Wegmarken

Im Frühjahr 2014 kann nach nunmehr eineinhalbjähriger Absenz die städtische Kunstsammlung wieder in die dafür vorgesehenen Räume im Erdgeschoss als Dauerpräsentation einziehen. Diese aktuelle Hängung wird weitestgehend chronologisch aufgebaut sein und soll unter dem Begriff "Wegmarken" den Besucher durch die Sammlung führen. Glanzlichter sind einige neu erworbene Arbeiten, mit denen Lücken im Sammlungsbestand erfolgreich geschlossen werden konnten. Diese Konzeption ermöglicht zudem eine zeitliche Anknüpfung an die Sammlung Joseph Hierling im Untergeschoss anhand ausgewählter Werke im ersten Raum. Im Westflügel werden die wichtigsten Entwicklungen in der deutschen Kunst der 1950er, 60er und 70er Jahre im Spannungsfeld von Abstraktion und Figuration sowie Informel und Neo-Expressionismus aufgezeigt. Während auf diesem Weg die Exponate Hauptströmungen deutscher Kunstgeschichte markieren, stehen im Nordflügel unter dem Aspekt "Alles ist Kunst?!" unterschiedliche künstlerische Ausdrucksformen im Fokus zeitgenössischen Kunstschaffens. Als eine Neuerung stellt sich auch der quadratische Eckraum, die "Galerie2", als Gelenk zwischen diesen beiden Gebäudeteilen dar: Dort werden zukünftig kleinere Werkkomplexe temporär vorgestellt, beginnend mit einer Schenkung von 55 Erdausreibungen aus dem Zyklus "aus der heimat" (1992) des im Steigerwald lebenden Niederländers Herman de Vries. Auf dem Vorplatz hat Thomas Röthel eine auch in ihrer Größe beindruckende Plastik aus der Serie "Segmentbogen" als Leihgabe bis 19. Oktober positioniert. Am 18.5. erscheint auch der neue Bestandskatalog zu 155 Künstlern und mit 336 Seiten sowie 170 Abbildungen.

Programm

14 und 15.30 Uhr. Kuratorenführung durch die Wegmarken mit Andrea Brandl M.A.
15 Uhr: Führung durch die Sammlung Joseph Hierling und Max Ackermann "Strukturbilder"
14-17 Uhr: Offenes Atelier unter den Arkaden

Internationaler Museumstag

Der Internationale Museumstag wird jährlich vom Internationalen Museumsrat ICOM ausgerufen und findet in diesem Jahr bereits zum 37. Mal statt. Ziel des Aktionstages ist es, auf die thematische Vielfalt der mehr als 6.500 Museen in Deutschland sowie der Museen weltweit aufmerksam zu machen. Mit ihrem breiten Spektrum, dem vielfältigen Angebot und innovativen Ideen leisten die Museen einen großen Beitrag zu unserem kulturellen und gesellschaftlichen Leben. Als Besucherinnen und Besucher, sind Sie herzlich eingeladen, die in den Museen bewahrten Schätze zu entdecken und sich von dem leidenschaftlichen Engagement der Museumsmitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die kulturelle Vielfalt zu bewahren und zu vermitteln, begeistern zu lassen.


Eintrittspreise
Eintritt     5,- €
Ermäßigter Eintritt     3,50 €
Kleingruppenkarte 1     4,- €
(1 Erwachsener und bis zu 3 Kinder unter 18 Jahren)
Kleingruppenkarte 2    8,- €
(2 Erwachsene und bis zu 3 Kinder unter 18 Jahren)
Öffentliche Sonntagsführung zuzüglich Eintritt     1,50 €
Audio-Guide     2,- €

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