03.06.2013

von B° MS

Veranstaltungen verlegt

Konsequenz des Main-Hochwassers: Der Aufbau der Mainbühne an der Gutermann-Promenade in Schweinfurt verzögert sich.

Die Landesausstellung "Main und Meer" ist erst drei Wochen geöffnet, schon kommt das Meer persönlich zu Besuch. Diesen Anschein erwecken die Wassermassen, die in den letzten Tagen im Einzugsbereich des Mains vom Himmel fielen. Nicht nur die Fluten kommen dieser Tage aus dem Osten nach Schweinfurt, auch die ersten geplanten Programmpunkte auf der Mainbühne - die zwar nun nicht ins Wasser fallen, sondern in der benachbarten Disharmonie stattfinden werden - haben etwas mit dem Osten zu tun.

Zunächst am Donnerstag: Prag heißt das Musikprojekt des Nachsommers. Musik zwischen Chanson und Indie-Pop wird es nun indoor geben. Die Parallele zum Verlegungsgrund: Auch die tschechische Hauptstadt kämpft entlang der Moldau derzeit mit den reißenden Fluten. Überhaupt: Nachsommer im Frühsommer - ist diese Zeitverschiebung etwa für die Wetterkapriolen verantwortlich?

Von Freitag bis Sonntag verschlägt es oberfränkische Kabarettisten an den Mee. Ob TBC, Mäc Härder oder Wolfgang Buck (der sich getreu seinem Programm "Vom Main zum Sambesi" bereits am Ziel fühlen fürfte) zuviel in den Obermain abgelassen haben, damit es die Unterfranken auszubaden haben, ist nicht bekannt, man darf aber gespannt sein, wie sie und die mainfränkischen Comedians die sich anbietenden Verquickungen und Wortspielereien in ihre Programme einbauen.

Da wäre z.B.: Spült das Hochwasser - wie einst 2002 an der Oder - das politische Hickhack, diesmal um Angehörigenbeschäftigung, Euro-Hawk oder weitere Finanzdesaster - strom-(noch so ein Thema!)abwärts ins Meer und lässt im trockener werdenden Sommerloch vor dem heißen Wahlherbst einen strahlenden Krisenmanager auf einem Sockel (= Mainbühne) stehend zurück? Nachdem frühere Heilsbringer wie Gerhard Schröder oder Hoffnungsträger wie zu Guttenberg ausfallen, sehnt sich die geplagte Seele einen unbeugsamen Charakter wie einst Helmut Schmidt herbei. Parteibezogen kann man hier naheliegenderweise die Brücke zu Ralf Hofmann ziehen, der sich spätestens beim Honky Tonk am 6. Juli auf der Mainbühne einfinden wird.

Bei aller Dramatik: Aus der Schuldfrage für den ungebetenen Wasserreichtum (Meebrunser?) lassen sich also trefflich mehr oder weniger witzige Programme stricken. Zwischen Prag und Sambesi: Das OpenAir-Kabarett-Wochenende wird bei bestem Wetter unter Dach eine Pointe für sich liefern. Zudem könnte die Landesausstellung soeben mit einem Praxisteil seines lebensnahen Konzepts am Mainufer in eigener Sache werben: Kapitel 8 - Der Unheilsbringer!

Mehr dazu erfahren Sie bei einem Rundgang.

Wie geht es weiter mit der Mainbühne?

Der Aufbau der Mainbühne ist nun für Dienstag, 11. Juni geplant, so dass die begründete Hoffnung besteht, dass die Veranstaltung mit Ben Becker wie geplant am Freitag, 14. Juni auf der Mainbühne stattfinden kann.

Die Mainbühne liegt wenige Meter vom Ufer entfernt im Bett des Mains und ist mit der Gutermannpromenade über einen Steg verbunden. Auf der Tribüne davor finden 250 Zuschauer Platz, die im Freien sitzen. Wenn die Mainbühne steht und der Pegel bei höchsten 2,50 Metern steht, finden die Veranstaltungen bei jedem Wetter statt, bei Regen gibt es einen kostenlosen Regenschutz zum Überziehen für jeden Besucher.

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Die Mainbühne ist seitens aller maßgeblichen Stellen genehmigt worden und wird an der Gutermannpromenade in Schweinfurt ab 6. Juni 2013 bespielt.

Im Mai 2013 wird die Bayerische Landesausstellung "Main und Meer" in Schweinfurt eröffnet.

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