20.06.2017

von Stiftung Warentest B° RB

Ethisch-ökologische Fonds

Stiftung Warentest. Ethisch-ökologische Fonds: Rendite mit gutem Gewissen

Juli-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest

Weniger als fünf Prozent der Fonds berücksichtigen bei der Auswahl der Wertpapiere ausdrücklich ethische oder ökologische Kriterien. Die meisten achten in erster Linie auf Renditechancen und weniger darauf, wie die Gewinne erwirtschaftet werden. Finanztest hat 58 saubere Alternativen zu herkömmlichen Fonds untersucht und Kriterien definiert, die Fonds mit Nachhaltigkeitsanspruch mindestens erfüllen sollten.

Um Klarheit zu schaffen und Anlegern die Auswahl ethisch-ökologischer Fonds zu erleichtern, hat Finanztest drei Kriterien definiert, die ein Fonds mit einem Nachhaltigkeitsanspruch mindestens erfüllen sollte: Keine Investitionen in Firmen, die geächtete Waffen herstellen, Atomkraftwerke betreiben oder Arbeits- und Menschenrechtsverstöße dulden. 35 der 58 untersuchten Fonds erfüllen diese Anforderungen.

Viele Anleger sind der Ansicht, dass eine Geldanlage mit gutem Gewissen mit Renditeverzicht einhergeht. Doch das stimmt so nicht: „Nachhaltige Fonds erzielen eine ähnlich gute Rendite wie herkömmliche Fonds“, so Finanztest-Expertin Karin Baur. Weil nachhaltige Fonds durch die Ausschlusskriterien nicht ganz so breit investieren, sind die Risiken jedoch ein wenig höher. Anleger sollten daher mehrere Fonds mischen und für ihr Depot auch auf sichere Zinsanlagen setzen, dafür kommen Rentenfonds, Tagesgeld oder Festgeld von ethischen Banken infrage.

Der ausführliche Test erscheint in der Juli-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest (ab 21.06.2017 am Kiosk) und ist bereits online abrufbar.

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