Geschichte der Stadt Schweinfurt

650 - 1250 Erste Ansiedlung bis zum ersten Stadtverderben

650/80 Funde einer Siedlung gelegen zwischen Marienbach- und Höllental
791 Erste urkundliche Erwähnung des Namens "Schweinfurt": Hiltrih übereignet seinen "in Suuinfurtero marcu" gelegenen Besitz mit Ausnahme einer Hube dem Kloster Fulda (791 IX 12)
941 Mit Markgraf Berthold wird das erste Glied des Hauses der Markgrafen von Schweinfurt genannt
1003 Im Laufe der Empörung des Markgrafen Hezilo gegen Kaiser Heinrich II. wird die markgräfliche Burg auf dem Peterstirnberg bei Schweinfurt entfestigt
vor 1015 In der Markgrafenburg wird ein Nonnenkloster gestiftet
vor 1155 Das Nonnenkloster wird in ein Mönchskloster umgewandelt
12. Jhdt. Entstehung der Reichsstadt westlich der ursprünglich markgräflichen Siedlung an den Main
um 1250 Erstes Stadtverderben: Zerstörung der Reichsstadt Schweinfurt in einer Fehde zwischen den Grafen von Henneberg und dem Fürstbischof von Würzburg

1251 - 1554 Umwandlung des Mönchsklosters bis zum zweiten Stadtverderben

1263 Das Mönchskloster in der ehemaligen markgräflichen Burg wird in eine Kommende des Deutschen Ordens umgewandelt
1282 König Rudolf von Habsburg bestätigt in einem Streit zwischen der Stadt und dem Deutschen Orden Schweinfurts Reichsstadteigenschaft
1309 Kaiser Heinrich VII. verpfändet Schweinfurt an den Grafen von Henneberg
1361/62 Schweinfurt löst selbst eine Hälfte der Pfandschuld des Reiches ein und erhält von Kaiser Karl IV. dafür wertvolle Privilegien, welche die Gerichtshoheit der Stadt, das Privilegium de non evocando, die freie Wahl des Reichsamtmanns und die Verpfändungsfreiheit beinhalten
1385/86 Schweinfurt löst die zweite Hälfte der Pfandschuld ein und tritt dem Schwäbisch-Fränkischen Städtebund bei
1397 König Wenzel erteilt der Stadt wertvolle Privilegien zur Nutzung des Mains
1436 Erwerb des Dorfes Oberndorf
1437 Erwerb der Deutsch-Ordensburg auf der Peterstirn und eines Landgebietes mit den Dörfern Zell und Weipoltshausen
1443 Blutbannverleihung durch König Friedrich III
1446/50 Erster Aufruhr der Bürgerschaft gegen den Rat ("Ratsverstörung")
1513/14 Zweiter Aufruhr ("Aufruhr in der Gemeinde") und Aufrichtung eines Verfassungsstatuts
1542 Schweinfurt schließt sich der Reformation an
1554 Zweites Stadtverderben im Markgräfler Krieg

1554 - 1814 Wiederaufbau der Stadt bis zum "Schweinfurter Grün"

1554-1615 Wiederaufbau der Stadt
1568/70 Abschluß der Entwicklung der reichsstädtischen Autonomie durch Privilegien Kaiser Maximilians II.: freie Wahl des Reichsvogtes aus den Reihen der Bürgerschaft und Privilegium de non appelando
1570-72 Bau des Rathauses (Nikolaus Hofmann aus Halle a.d. Saale)
1609 Schweinfurt tritt der protestantischen Union bei
1620 Erwerb des Dorfes Madenhausen
1625/50 Wiederholte Besetzung durch kaiserliche und schwedische Truppen im 30-jährigen Krieg
1632 Besuch von Gustav Adolf in der Stadt
1652 Die vier Ärzte Johann Laurentius Bausch, Johann Michael Fehr, Georg Balthasar Wohlfarth und Georg Balthasar Metzger gründen in Schweinfurt die Academia Curiosorum, die heutige Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina
1777 Johann Martin Schmidt nimmt die Produktion von Bleiweiß auf
1788 Der Dichter und Orientalist Friedrich Rückert wird in Schweinfurt geboren
1796-1801 Schweinfurt erleidet in den Koalitionskriegen schwere Drangsale
1802 Schweinfurt wird von Kurpfalz-Baiern annektiert
1810 Schweinfurt kommt zum Großherzogtum Würzburg
1814 Schweinfurt fällt wieder an das Königreich Bayern
1814 Wilhelm Sattler produziert "Schweinfurter Grün"

1815 - 1945 Anschluss der Eisenbahn bis zur Zerstörung im Zweiten Weltkrieg

1852 Anschluss an die Eisenbahn
1853 Erfindung des Tretkurbelfahrrades durch Philipp Moritz Fischer
1883 Erfindung der Kugelschleifmaschine durch Friedrich Fischer, Geburtsstunde der Wälzlagerindustrie
1890 Gründung der Kugellagerfabrik von Fries & Höpflinger
1895 Gründung der Firma Fichtel & Sachs
1903 Ernst Sachs erfindet die Torpedo-Freilaufnabe
1909 Georg Schäfer übernimmt die Firma Kugelfischer
1919 Eingemeindung Oberndorfs
1929 Gründung der Vereinigten Kugellagerfabriken AG (1953 umbenannt in "SKF Kugellagerfabriken GmbH")
1933 Machtergreifung der Nationalsozialisten: Ende des demokratisch gewählten Stadtrates
1933 Eröffnung des Ernst-Sachs-Bades
1936 Eröffnung des Willy-Sachs-Stadions
1943-45 Schweinfurt wird im Zweiten Weltkrieg schwer zerstört und im April 1945 von Amerikanern besetzt

1945 - 1966 Wiederaufbau der Stadt bis zur Eröffnung des Theaters

ab 1945 Wiederaufbau der Stadt: Entstehung der neuen Stadtteile Bergl, Hochfeld und Steinberg
1946 Erste freie Stadtratswahlen seit 1933
1951 Stadtteil Bergl
1952 Steinberg/Hochfeld
1954 Grundsteinlegung des neuen Rathauses
1954 Gedenkjahr "Zerstörung und Wiederaufbau in sieben Jahrhunderten" in Erinnerung an die urkundliche Erwähnung der Reichsstadteigenschaft und des ersten Stadtverderbens 1254, an das zweite Stadtverderben 1554 und den Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg
1958 Eröffnung des Sommerbades
1961 Städtepartnerschaft mit Motherwell (Schottland)
1961 Stiftung des Carus-Preises
1961 Errichtung der Wasserspiele in den Wehranlagen
1962 Einweihung des Friedrich-Rückert-Baues mit Volkshochschule, Stadtarchiv und -bibliothek
1962 Beginn des Ausbaus der Walderholungsanlage Eichen mit Freizeitanlagen und Tiergehege im Stadtwald
1963 Einweihung des neuen Mainhafens: "Sprung über den Main"
1963 Stiftung des Friedrich-Rückert-Preises
1964 Städtepartnerschaft mit Chateaudun (Frankreich)
1966 Eröffnung des Theaters der Stadt

1967 - 1990 Fachhochschule bis zum Abschluss der Sanierung der "Südlichen Altstadt"

1970 Anlage des Stadtteils Deutschhof
1971 Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt
1972 Beginn der Bebauung des neuen Stadtteils Haardt
1972 Beginn der Bebauung des neuen Stadtteils Deutschhof.
1974 Bildungszentrum West
1975 Fußgängerzone Lange Zehntstraße - Keßlergasse - Markt.
1979 Stadtbücherei Centrum
1979 Stadtepartnerschaft mit Seinäjoki (Finnland).
1979 Förmliche Festlegung des ersten Sanierungsgebiets "Altstadt-Teilbereich Süd"
1980 Stadtratsbeschluß zur Neuorganisation der Städtische Sammlungen.
1981 Einweihung den neuen Leopoldina-Krankenhauses
1982 Fußgängerzone Spitalstraße
1982 Sanierung des südlichen Altstadtrings
1984 Beginn der Bebauung des neuen Stadtteils Eselshöhe
1986 Fußgängerzone Metzgergasse
1988 Neugestaltung des Postplatzes
1988 Grünanlage Philosophengang mit Instandsetzung der historischen Stadtbefestigung
1988 Erster Spatenstich für das Gemeinschaftskraftwerk (GKS)
1989 Neubau der Musikschule eingeweiht
1989 Stadtratsbeschluss zur Gründung eines Museums für die Sammlung Georg Schäfer
1990 Abschluss der Sanierung der "Südlichen Altstadt", Übergabe des in Stand gesetzten Schrotturms mit Bürgerhaus

1991 - heute 1200-Jahrfeier bis heute

1991 1200-Jahrfeier
1991 Eröffnung der Bibliothek Otto Schäfer
1992 Fußgängerzone Rückert-/Brückenstraße
1993 Stadtratsbeschluß zur Umgestaltung des Roßmarktes zur zentralen Umsteigehaltestelle der Stadtbusse
1994 GRIBS Gründer-, Innovations- und Beratungszentrum Schweinfurt
1994 Inbetriebnahme des Gemeinschaftskraftwerks Schweinfurt (GKS)
1995 Ausweisung des Industriegebietes Maintal
1996 Der Freistaat Bayern stellt 28 Millionen DM aus den Privatisierungserlösen für den Bau des Museums Georg Schäfer zur Verfügung
1997 Abschluss der Umgestaltung des Roßmarktes
1998 Umwandlung des Leopoldina Krankenhauses in eine gGmbH, erste Firmenansiedlung im Industrie- und Gewerbegebiet Maintal, Baubeginn Museum Georg Schäfer
1998 Erste Ansiedlungen im Maintal, Baubeginn Museum Georg Schäfer
1999 Architektenwettbewerb um die Gestaltung der Maininsel
2000 Eröffnung des Museums Georg Schäfer
2001 Bau des Konferenzzentrums Maininsel
2006 Baubeginn der Kunsthalle im Ernst-Sachs-Bad
2007 Baubeginn der Stadtgalerie mit Umgestaltung der angrenzenden Straßen und Plätze zur Anbindung an die Innenstadt
2007 Eröffnung der Stadtbücherei im Ebracher-Hof
2007 Abschluss der Sanierungsmaßnahmen an den Unteren Wallanlagen mit Mittelalterfest
2008 Bau des neuen Jugendgästehauses am Main, als erste Maßnahme der Umgestaltung der Promenade als Öffnung der Stadt hin zum Fluss

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